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Gedicht

Du bist

Du bist” ist ein Gedicht auf Grundlage von Psalm 63. Es wurde zuerst in der Zeitschrift Klartext veröffentlicht und anschließend in der Gospel Church Köln vertont vorgetragen und performt.

Ich habe Durst; du gibst mir Wasser.

Du bist das Wasser.

Mein Magen knurrt; du kochst ein Festmahl.

Du bist das Festmahl.

Ich bin in Not; du schickst mir Hilfe.

Du bist die Hilfe.

Mein Herz ist schwer; du schenkst mir Freude.

Du bist die Freude.

Sie hassen mich; du schenkst mir Liebe.

Du bist die Liebe.

Sie lügen und betrügen; du gibst mir Halt.

Du bist mein Halt.

Sie wollen meinen Untergang; du gibst mir Schutz.

Du bist mein Schutz.

Ich bin eine Tochter des Königs,

und du bist der König der Könige!

Deine Macht und Herrlichkeit werde ich preisen,

ein Leben lang.

Mich ganz nah an dich halten,

ein Leben lang.

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Seelenstiche

Photo by Cherry Laithang on Unsplash

„Du bist hässlich, dumm und wertlos!“,

sagen sie mir täglich herzlos.

„Deine dicke Hornbrille und Pickelfresse,

ekeln alle an – genau wie deine Blässe!

„Die Ekelhafte stinkt wie ein Schwein“,

lästern sie und stellen mir ein Bein.

„Du kannst nichts – Du bist und bleibst ein Loser!“,

spotten sie und ich werd immer hilfloser!

Überall Gelächter,

spöttische Gesichter.

Sie fühlen sich stark in der Gruppe,

meine Gefühle sind ihnen schnuppe.

Sie verletzen mich mit jedem Wort,

für sie ist das so was wie ein Sport.

Ein Mörder sticht seinem Opfer in die Kehle.

Ein Mobber sticht in eine verletzliche Seele.

„Sags uns, wer liebt dich schon?!“,

fragen sie mich voller Hohn.

Ich habe keine Antwort auf ihre Frage,

frage mich aber, wie lange ich das noch ertrage.

„Du bist unnötig. Bring dich mal lieber mal um!

Niemand wird dich vermissen; sich fragen nach dem Warum.“

Keiner steht mir bei in meinem Schmerz.

Mir blutet mein verwundetes Herz.

Ihre abscheulichen Worte und Taten

ist mein Sterben auf Raten.

Sie bringen mich in allergrößte Not,

Ich wünschte mir, ich wäre längst tot.

Doch alles, was sie über mich sagen sind Lügen.

Und wieso muss ich eigentlich ihnen genügen?

Ich bin wertvoll in Gottes Augen.

Das ist wichtig und richtig zu glauben.

Trotzdem ist der tiefe Schmerz noch da,

Rache will ich üben, ja!

Doch müsste ich eigentlich kämpfen mit anderen Waffen.

So wie es mir entspricht: Ich bin wunderbar geschaffen!

Wie mich selbst soll ich meinen Nächsten lieben;

ihm mehr als sieben mal sieben vergeben.

Das bedeutet nicht, mich wie Dreck behandeln zu lassen,

und sie weiter in meinem Herzen heimlich zu hassen.

Ein Mobber ist ein Gefangener seiner eigenen Unzufriedenheit.

Um seinen Frust auszulassen sucht er stets nach einer Gelegenheit.

Doch wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.

Dafür wird Gott fürwahr sorgen und der Sieg ist mein.

Dazu muss ich ihm vertrauen ganz.

Nicht sie, sondern er gibt mir wahren Glanz.

Er wird mich wieder vollständig machen.

Dann kann ich neu vom Herzen lachen.

“Seelenstiche” wurde zuerst im Klartext-Magazin veröffentlicht.

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Gedicht

Der Tod

Der Tod ist unvermeidlich,

immer unausweichlich

und gleichzeitig völlig unbegreiflich.

Mit nichts anderem zu vergleichen.

Eine solche Konsequenz und Endgültigkeit nicht anders zu erreichen.

Irgendwann trifft es jeden.

Jeder muss einmal sterben.

Das ist die traurige Wahrheit.

Das kann ich sagen mit Klarheit.

Akzeptiere es: Der Tod gehört einfach zum Leben!

Falsch: Der Tod ist das Gegenteil vom Leben!

Er ist der ultimative Gegner des Menschen

Doch was bringt es schon gegen ihn zu kämpfen?

Nichts! 

Auch du wirst einmal schauen müssen ins Angesicht dieses Bösewichts.

Gleichzeitig dient er uns wie ein alter Freund,

der seine Zuständigkeit nie versäumt.

Brauchst du dafür einen Beweis?

Ich gebe dir einen Hinweis:

Willst du etwa für immer leben in dieser Welt?

Nein, nicht wenn sie sich so verhält.

Mit all ihrer Härte,

ihrer elenden Herzenskälte.

Krieg, Unglück und Gebrechlichkeit,

Krankheit, Starrsinn und Ungerechtigkeit.

Nein, danke. Nicht mit mir!

Tod, hol mich hier raus, bevor ich meinen Verstand verlier!

Sterben ist mein Gewinn.

Ergibt das für dich irgendeinen Sinn?

Doch noch will ich nicht gehen, 

habe noch so viel zu geben

zu nehmen

zu sehen

und zu erleben.

Bis zum bitteren Ende kämpfe ich diesen Kampf

– manchmal ist das Leben wie ein einziger Krampf.

Doch muss das Ende denn immer bitter sein?

Nein!

Fest steht aber: Beim Sterben ist man allein.

Die Frage danach, was danach kommt,

beantworte ich dir prompt:

Das entscheidest du selbst.

Durch eine Entscheidung, die du für den Rest deines Lebens fällst

und darüber hinaus. 

Eine Entscheidung für die Ewigkeit jetzt im Voraus.

Meine Entscheidung ist bereits getroffen

Ich brauch nicht mehr, nur noch zu hoffen.

Nein, ich darf wissen

und das möchte ich nicht missen.

Mein Leben nach dem Tod?

Bei ihm für immer, meinem Gott!

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Epigramme Gedanken Gedicht

Über Prioritäten

Immer nach vorne und nie zurück; greif nach den Stern’n auf der Leiter!

Das sagte wer, der war stets müde, gestresst, aber nie heit’r.

Über Prioritäten
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Gedicht

Deine Wege, meine Wege

Büste von König David: Ich ging auf deinen Wegen
Büste von König David (um 1.000 vor Christus)

Ich ging auf deinen Wegen,

du gabst mir dafür deinen unvergleichbaren Segen.

Meine Treue zu dir und deine Treue zu mir machten mich unzerstörbar.

Die Angstschreie meiner Gegner sind jetzt von überall hörbar.

Du bist mein Licht;

ohne dich leben, das will ich nicht.

Das kann ich aber auch nicht,

denn nur du bist mein sicherer Schutz.

Du befreist mich von allem Schmutz

und haust beim Zerstören meiner Feinde so richtig auf den Putz.

Du bist der König der Könige.

Ich bin der zu-dir-Gehörige.

Mit dir kann ich über Mauern springen

und dabei fröhlich singen;

denn alles, was du tust, ist vollkommen.

Ich bin mit deiner Hilfe unbeschadet überall angekommen

und fühle mich jederzeit in deinen starken Armen willkommen.

Erfolg ist das, was du mir gibst,

weil du ein reines, aufrichtiges Herz liebst.

Von Generation zu Generation,

sorgst du dafür, dass meine Söhne werden sitzen auf dem Thron.

Aus der Sicht von König David: Gedicht zu Psalm 18,21-51